katholische akademie rabanus maurus
"Anschauung und Gefühl des Universums" - so hatte der junge Theologe die besondere Provinz der Religion bestimmt, werbend um die Gebildeten unter ihren Verächtern. Wo viele, wie Schelling und Hegel, zur Philosophie wanderten, andere wie Hölderlin und Novalis zur Dichtung - da bestand Schleiermacher auf dem Besonderen der christlichen Religion. Der reformierte Theologe gehört zu den letzten Universalgelehrten seiner Zunft: in Berlin ein gefragter Prediger, als Hochschullehrer unterschiedlicher Disziplinen hoch anerkannt, in Universitäts- und Kirchenpolitik kreativ tätig, zudem den ganzen Platon übersetzend - wird er nicht zufällig zum Vater der liberalen Kultur-Theologie. Der katholische Tübinger Theologe Johannes E. von Kuhn stellt Schleiermacher an die Seite von Thomas von Aquin - und Karl Barth, der große Antipode, hoffte auf ein Wiedersehen im Himmel vor allem mit ihm (und Mozart!).
ReferentInnen:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9701
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Öffentliche Tagung
Teleshoping, Telebanking und Multimedia - dies gibt bereits heute einen Vorgeschmack auf die Zukunft in der Informationsgesellschaft.
Die Informations- und Kommunikationstechnologien werden zum Schlüssel unserer Zukunft, unentrinnbar für alle. Noch sind technische Innovationen die Schrittmacher dieser Entwicklung. Bald aber werden gesellschaftliche Veränderungen folgen. Information ist der Stoff der Zukunft, der nicht nur das Leben der einzelnen stärker beeinflussen wird als alles andere, sondern auch alle anderen Lebensbereiche und Lebenszusammenhänge.
Läßt sich diese Entwicklung überhaupt noch beeinflussen? Oder: Sind wir einer chaotischen Technostruktur ausgeliefert, deren Entwicklung immer schneller sein wird als alle ordnungspolitischen Versuche, diese zu steuern? Wie könnte ein zukunftsfähiges Konzept für eine globale Informationsgesellschaft aussehen?
Die Veranstaltung wird Facetten dieses Umbruchs herausarbeiten und den Chancen und Risiken einer multimedial vermittelten Informationsgesellschaft nachgehen.
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9702
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Öffentliche Tagung zusammen mit dem Erbacher Hof, Mainz
Am 30. September 1897 starb Therese im Karmel zu Lisieux, kaum 24jährig. Mit fast noch kindhafter Entschiedenheit suchte sie den karmelitischen Jesusweg und wünschte sich nicht zufällig den Namen "vom Kinde Jesu und vom heiligen Antlitz". Unscheinbar ist ihr Leben und Sterben, klein, eng und nicht unproblematisch ihr Umfeld. Und doch gewinnt ihre Gestalt schnell eine außerordentliche Bedeutung. Sie geht den "kleinen Weg" der Jesusnachfolge: Keinerlei Sonderweg, keinerlei esoterische oder visionäre Höhenflüge, vielmehr das Eintauchen in den Alltag hier und jetzt, durchaus karsamstaglich.
Diese Mystik der Gottesnähe und Gottesferne erwächst aus einer Familiengeschichte, die deutlich neurotische Züge trägt. Therese selbst ist vielfältig krank, um so entschiedener gilt es nach dem Zusammenhang von Heiligkeit, Gesundheit und Krankheit zu fragen. Therese in der dunklen Nacht des Glaubens bezeugt den Befreiungsweg des Menschen, der sich ganz auf den suchenden Gott einläßt.
ReferentInnen:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9704
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Öffentliche Tagung
Asiatische Spiritualität fasziniert in Alteuropa - zu groß scheint das Bedürfnis nach Vielfalt und Abwechslung, zu stark die Ermüdungserscheinung im gewohnten Christentum. Interreligiöse Cocktails sind gefragt. Ist aber, was hierzulande als Ausdruck östlicher Spiritualität gilt, authentisch? Ist das Pilgern in den Osten eine Flucht aus dem Westen? Wie steht es mit den christlichen Quellen des Glaubens und seiner Spiritualität? Können die einen von den anderen lernen - nicht nur kognitiv, sondern lebenspraktisch? Welcher Psychodynamik folgen die Symbole und heiligen Texte hier und dort? Gibt es eine Art interreligiöser Tiefentheologie?
Der indische Jesuit Sebastian Painadath lebt ganz aus diesem Zwiegespräch der Kulturen und Religionen. 1986 gründete er in Kalady, Südindien, ein Zentrum für indische Spiritualität. Dort entstand der Ashram "Sameeksha", der die geistige Begegnung zwischen den Religionen, insbesondere dem Dialog zwischen Hinduismus und Christentum fördert. In Gespräch vor allem mit ihm gilt es den Reichtum hinduistischer Spiritualität, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum westlichen Christentum zu entdecken.
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9705
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Fachtagung zusammen mit dem Deutschen Caritasverband
Die Arbeit der Caritasverbände ist aus unserem Sozialwesen nicht mehr wegzudenken. Knappere Budgets und gravierende Sparmaßnahmen, nicht zuletzt im Bereich sozialer Dienstleistungen, bringen alle Wohlfahrtsverbände in Bedrängnis.
Das Eingebundensein in politisch-ökonomische und kirchliche Spannungsfelder stellt eine besondere Herausforderung für die Caritas-Verbände dar. Während die Kirche um ihren Einfluß in der Gesellschaft kämpfen muß, scheint die Arbeit der Caritasverbände an Wertschätzung zu gewinnen. Werden sie damit zu einer Kirche in der Kirche?
Die beim Institut für Demoskopie in Allensbach in Auftrag gegebene Mitarbeiterbefragung liegt nun mit spannenden Ergebnissen vor. Welche Firmenphilosophie tritt dabei zutage, welche Probleme mit der Kirche? Welche Rolle spielt Kirche (noch)? Ein Blick auf diese Realitäten kann helfen, das Selbstverständnis und die Verortung der Caritas in Kirche und Gesellschaft zu klären...
ReferentInnen:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9707
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Fachtagung
Was die Geschichte des Christentums vom Ursprung her prägt, dürfte für Religionsformen insgesamt gelten: Die Spannung zwischen Charisma und Institution. Was als soziale und religiöse Bewegung begann, hat die Tendenz, sich institutional zu verfestigen. Institutionen bedürfen deshalb der charismatischen Unterbrechung und Verfremdung, um transparent zu bleiben für die Ursprungsimpulse.
Im Blick auf die Geschichte nicht nur des Urchristentums geht es bei dieser Fachtagung um die Zukunft der Religion überhaupt. Angesichts der frei flottierenden (Neo-)Religiosität einerseits, der interreligiösen Herausforderung andererseits ist es dringlich, Sozialformen der Religion im Wandel zu untersuchen, Kriterien zur Unterscheidung herauszuarbeiten und produktive Perspektiven zu erschließen. Empirische Forschung ist dabei ebenso wichtig wie genaue Theoriebildung.
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9708
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Studientag zusammen mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain, dem Bundesverband der KAB, dem Kolpingverband Limburg und dem Ökumenischen Konsultationsnetz
Mit dem Ende des Konsultationsprozesses kehrte eine gewisse Beruhigung in die öffentliche Debatte ein, die das Entstehen des ökumenischen Sozialwortes begleitete. Große, aber auch sehr unterschiedliche Erwartungen sind mit dem endgültigen Papier verbunden. Die Spekulationen und Befürchtungen über die darin enthaltene "Grundlinie" sind entsprechend bunt.
Für Ende Februar 1997 ist nun dieser "Beitrag für eine umfassende geistige und ethische Neubesinnung" angekündigt. Wir wollen im Rahmen dieser Veranstaltung alle Interessierten und zumal jene, die in ihren Verbänden und Institutionen an den Themen des Papiers arbeiten, einladen, dieses veröffentlichte Wort zu diskutieren. Es gilt, das Ergebnis zu prüfen und zu fragen, inwieweit darin der Konsultationsprozeß Spuren hinterlassen hat, wie Programmatik und Ergebnis zusammenpassen.
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9712
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Spiritualität und Mystik sind wieder gefragt, oft auch außerhalb von Kirche und Theologie. Häufig ist dabei ein bedenklicher Dualismus zwischen „Erfahrung“ und „Denken“ im Spiel: Theologie gilt als verkopft und überspezialisiert, Spiritualität verspricht Unmittelbarkeit und Lebenspraxis. In solchen Entgegensetzungen spiegelt sich die historische Differenzierung zwischen Theologie als Wissenschaft einerseits und Glauben als Lebensform andererseits. Was geschichtlich auseinandergeriet - „sitzende“ Theologie hier, „knieende“ Theologie dort - will neu versöhnt sein. Denn Spiritualität und Mystik sind der Theologie nicht äußerlich, und umgekehrt. Glaubenspraxis, spirituelle Aufmerksamkeit und argumentative Verantwortung des Glaubens gehören untrennbar zusammen.
Was ist dafür aus der Geschichte des Christentums zu lernen? Welche Verhältnisbestimmungen von Mystik und Theologie können als vorbildlich gelten? Wie verhalten sich „Erfahrung“ und „Offenbarung“, wie sähe eine „theologia experimentalis“ heute aus?
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9714
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Fachtagung
Wie komme ich zu einem schlüssigen Charakter, der unverwechselbar ist? Wie kann die innere Dramatik von Biographien und Personen aufgebaut werden? Systemisch-therapeutische sowie psychodramatische Ansätze und eine religionsgeschichtliche Relecture von Biographien großer Anstifterfiguren (in Bibel und Religionsgeschichte) können bei der Entwicklung der „bible“ eine wichtige Hilfe sein. Der Blick in faktische Lebensläufe von "Hauptfiguren" der Geschichte, mit ihrem familiären, biographischen Wurzelgrund und ihrer kulturell-religiösen Heimat, kann dazu helfen, den Prozeß zu unterstützen, der allen Autorinnen und Autoren abgefordert ist: unverwechselbare Charaktere für Film und Fernsehen zu erfinden und zu entwickeln.
Diese Fachtagung dient als Workshop zum Erfahrungsaustausch und als Werkstatt zur Erprobung neuer Gestaltungsmöglichkeiten. Zusammen mit thematischen Fragen stehen handwerkliche Aspekte im Mittelpunkt.
ReferentInnen:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9715
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Fachtagung
Die neunziger Jahre bringen das Religiöse neu ins Gespräch. Im Dezember 1996 stellt z. B. die Bildzeitung unter der Überschrift „Die Gottsucher“ Heilige der Christenheit vor. Es gibt neue Handlungsspielräume für Theologie, allerdings wird religiöse und spirituelle Orientierung nicht mehr selbstverständlich bei den Kirchen nachgefragt. Von den Kirchen wird auf der anderen Seite immer mehr erwartet, daß sie ihr besonderes Profil ins Gespräch bringen. Gottesdienste und Sakramente erhalten für Nicht-Kirchengänger einen neuen Stellenwert. Eine Ursache dafür ist: Die Moderne hat ihren Fortschrittselan eingebüßt und stellt die alten religiösen Fragen neu. Um in diesem kulturellen Umfeld handlungsfähig zu werden, soll in einem Fachgespräch folgenden Fragen nachgegangen werden: Wodurch unterscheidet sich das Christentum von zivilreligiösen Orientierungsangeboten? Mit welchen Riten strukturiert die zivilreligiöse Kultur die Lebensorientierung ihrer Mitglieder? Wie kann die Advents- und Weihnachtszeit für eine christlich-orientierte Praxis von der Konsumgüterindustrie zurückgewonnen werden?
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9717
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Öffentliche Tagung
In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und daraus resultierender Widersprüche in den Subsystemen ist der Ruf nach Erhalt traditionaler Werte besonders laut. Unsere gegenwärtige Situation bildet da keine Ausnahme. Allem voran ist der Ruf nach mehr Solidarität zu vernehmen.
Glaubt man den Umfragen, so macht sich überall eine Ellenbogenmentalität breit; jeder ist sich selbst der Nächste. Institutionen, die bisher jedenfalls und zumindest in ihrem Binnenraum Solidarität ermöglichten und forderten, verlieren vor allem bei Jüngeren an Attraktivität. Diese Erfahrung machen Parteien, Verbände und Kirchen gemeinsam.
Viele machen sich deshalb ernsthaft Sorgen um den Fortbestand unseres Gemeinwesens und seines Wertebestandes. Ist diese Sorge berechtigt? Was hält unsere pluralistische „Erlebnisge-sellschaft“ im Innersten zusammen? Wie wichtig ist Solidarität für deren Fortbestand? Ist Solidarität ein Standortfaktor - wenn ja: in welcher Form? Wie läßt sich Solidarität, auch institutionell, begründen und sichern?
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9721
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Fachtagung
Für die Kirchen als Arbeitgeber sind die Zeiten außerordentlich schlecht. Aufgrund der steuerlichen Berücksichtung des Existenzfreibetrages und der für 1998 angekündigten großen Steuerreform fallen die Kirchensteueraufkommen deut-lich niedriger aus als in der Vergangenheit.
Überall regiert deshalb der Rotstift. Evangelische Landeskirchen und katholische Bistümer müssen sparen. Stellenabbau in meist dreistelliger Höhe ist für die kommenden Jahre angekündigt.
Wie aber versteht sich Kirche, die ein Sozialwort schreibt und darin Arbeitslosigkeit verurteilt - und selbst Arbeitgeber ist? Böte nicht der „Dritte Weg“ Perspektiven über die Philosophie des Stellenabbaus hinaus? Welche Kirchenvision kann hier weiterhelfen, die richtigen Prioritäten zu setzen?
Als „runder Tisch“ will diese Veranstaltung Dienstgeber und Dienstnehmer beider Kirchen zusammenbringen, um die bisher unternommenen Schritte zu prüfen und nach neuen Wegen zu suchen.
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9722
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Öffentliche Tagung
"Lehrer beklagen zunehmende Gewalt in der Schule" - ist dies symptomatisch für die vielfachen Schwierigkeiten von Erwachsenen, die heutige Jugend und ihre Kulturen zu verstehen? Die These vom Bruch der Generationen jedenfalls scheint hier bestätigt. Aber kaum jemand fragt nach, wie die jungen Leute die Welt der Erwachsenen erleben. Jugend hat keine Lobby und muß sich Beachtung erst erkämpfen.
Dabei ist zu fragen, welche Leitbilder von den Erwachsenen vorgelebt werden. Sind die Jugendkulturen nicht auch Abbild und Reaktion auf die in ihrer Umwelt vorgefundenen Verhaltenskodizes? Unterscheiden sich die geforderten Wertvorstellungen der Erwachsenen von denen, die sie implizit mit ihrem Verhalten zum Ausdruck bringen? Welche Rolle spielen in diesem komplexen Beziehungsverhältnis die Medien? Bleiben den Erwachsenen am Schluß noch Gestaltungsspielräume für Werte, die nicht in Anpassung an gesellschaftliche Entwicklungen definiert werden?
ReferentInnen:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9724
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Öffentliche Tagung
„Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn“ hatte Nietzsche geschrieben - die vorherrschende Moralisierung und Rationalisierung der Lebenswelten kritisch im Blick. Erst wo sich Räume „Jenseits von gut und böse“ auftun, kann die Krankheit ständiger Selbstrechtfertigung, die Neurotik totaler und totalisierender Antwortbedürfnisse, das Ressentiment gegen das undurchschaubare Leben überwunden werden. Vor allem den christlich-bürgerlichen Philister, hat Nietzsche bekanntlich im Visier. Als „Kirchenvater“ der transversalen Vernunft und der Pluralität der Lebenswelten bleibt er höchst aktuell.
Angezielt ist eine kritische Konfrontation postmoderner Argumentationsmuster mit Nietzsches Analyse der platonischen und christlichen Weltdeutung. Dabei tauchen alte Fragen neu auf - die nach einer amoralischen Moralität, die nach der Gotteskrise, die nach dem Willen zur Macht und immer die nach Wahrheit und Glück.
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9725
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Vertrauensbildende Maßnahmen der Religionen: z. B. Muslime und Christen
Öffentliche Tagung zusammen mit der Weltkonferenz der Religionen für den Frieden
Schon der erste Bereicht des Club of Rome forderte, daß die Weltreligionen sich um des Überlebens aller willen an einen runden Tisch setzen sollten. Neuerdings ist viel von einem Weltethos die Rede: Kein Weltfriede ohne Religionsfrieden! Aber selbst unter den abrahamitischen Religionen ist noch ungeheuer viel Klärungs- und Gesprächsbedarf - nicht nur theologisch, sondern lebensweltlich.
Was wissen Christen und Christinnen von Muslimen - und umgekehrt? Wer denkt an Ismael, den Sohn Hagars, als Stammvater des Islam? Wer das Innenleben der Christenheit kennt, weiß um die Vielfalt der Traditionen, Konfessionen und Überlieferungen! Weiß er oder sie umgekehrt auch von der Vielfalt des Islam - arabisch, asiatisch, afrikanisch, zwischen Sunniten und Schiiten? Wieviel Vorurteile, wieviel Berühungsängste, wieviel Verständigungsbedarf!
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9730
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Öffentliche Tagung zusammen mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain
Seit Mitte 1995 gibt es in der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau das Projekt „Evangelisch aus gutem Grund“. Denn, so heißt es, „entweder gibt es gute Gründe für die evangelische Kirche, oder wir haben als evangelische Kirche keine Existenzberechtigung“. Solche Profilierung dessen, wer oder was man ist, soll sich keinesfalls gegen andere Konfessionen oder Religionsgemeinschaften richten. Alle Kirchen und Religionsgemeinschaften stehen vor derselben Frage.
In postmodernen Zeiten ist es auch gesamtgesellschaftlich von größter Bedeutung, Standpunkt zu beziehen und also bekenntnisfähig zu werden oder zu bleiben. In diesem Sinne besteht allgemein Konfessionsbedarf. In der Verknüpfung inner- und zwischenkirchlicher Fragen mit gesellschaftlichen Problemen liegt die Herausforderung dieser Tagungsreihe, die die beiden Akademien beginnen.
Referenten:
Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9760
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Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9703
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Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9706
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Zusendung der Einladung unter Tagungs-Nr.: 9770
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HTML-Satz: R. Jouaux