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"Training unserer Sehnsucht"

Aurelius Augustinus (354-430)

Große Gestalten der Geistesgeschichte XVII:

Öffentliche Tagung in Zusammenarbeit mit dem Philosophischen Seminar der Hochschule St. Georgen

Neben der Vielfalt der Themen, der Eleganz seines Stils und der Transparenz seiner Gedankenführung waren es stets auch die Lebensumstände - zumal in der Darstellung seiner Confessiones - die zur Beschäftigung mit dem großer Algerier herausfordern. 354 in Thagaste geboren, mit steiler Karriere als Rhetor bis zum kaiserlichen Hof in Mailand, ist der junge Augustinus leidenschaftlich auf der Suche nach Wahrheit und "seligem Leben". Deshalb die neunjährige Bindung an die Manichäer mit ihrem dualistisch klaren Weltbild, deshalb die Faszination durch Ambrosius und die christlichen Neuplatoniker, deshalb in der Osternacht 387 die Taufe. Vor allem seit der Bischofsweihe 395 wird er immer mehr durch Seelsorge, Theologie und Politik beansprucht.

Denkend und glaubend ein Radikaler, mit dem förmlich modernen Mut zur Subjektivität, zugleich die gesamte antike Kultur theologisch deutend und beerbend, gehört Augustinus zu den faszinierendsten Gestalten der westlichen Kultur und ihrer "zwei Reiche".

Referenten:
Prof. Dr. E. Feldmann, Münster
Dr. A. Hoffmann, Bochum
Prof. Dr. Jörg Splett, Ffm., u. a.
Termin: Fr., 16. - So., 18. Januar 1998
Ort: Wilhelm-Kempf-Haus, WI-Naurod

Zusendung der Einladung Tagungs-Nr.: 9801

zum Inhalt 1997/2

 

 

 

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