| Anulus piscatoris. Seit
dem 14. Jh. Amtsring des Papstes. Teil der päsptl. Insignien. Der Schmuck-Stein trägt neben dem Namen des Papstes das Bild des
heiligen Petrus, der das Fischernetz in seinen Kahn zieht. Früher als persönliches Siegel verwendet (Nikolaus V. 1447-55), heute
durch Petschaft ersetzt, bei Verwendung mit der Formel „datum sub anulo piscatoris“ verwendet.
Mattäus-Evangelium (Kap. 4, 18-19). Jesus trifft auf die beiden fischenden Brüder Andreas und Petrus und fordert
sie auf: Folgt mir nach. Ich will euch zu Menschenfischern machen.
Der Fisch (griechisch ichthys) wurde zum Kürzel „Jesus Christus Gottes Sohn Erlöser“. Erstmals Darstellung auf
dem Bischofsring des Papstes Clemens IV. (1265-66). Seit Nikolaus V. wird er zusammen mit dem Papstnamen in diesen Siegelring eingraviert.
Bis 1843 zur Besiegelung päpstlicher Schreiben verwendet – seither roter Stempelaufdruck mit dem Bild des heiligen Petrus, der
das Fischernetz einholt. Der Ring wird dem Papst nach der Wahl im Konklave überreicht und nach seinem Tod zerbrochen.
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