Pflegen
aus christlicher Motivation
Krankenpflege scheint
eine Aufgabe von Frauen zu sein. Erst in den letzten Jahren
wählen auch Männer diesen Beruf und qualifizieren
sich mit Frauen in den Krankenpflegeschulen in einer dreijährigen
Ausbildung. Es scheint so, daß Männer diesen Beruf
erst heute entdecken. Blickt man weiter in der Geschichte
zurück, waren Männer aktiv in der Krankenpflege
tätig. Oft verstanden sie es als Auftrag Jesu, sich
um um die Armen zu kümmern und die Kranken zu besuchen.
Angsoßen durch diese christliche Motivation entdeckten
Männer, daß sie für diese Aufgabe auch eine
Begabung haben. Auf dem Boden des Christentum hat es viele
Initiativen gegeben, die Kranken nicht unversorgt zu lassen,
denn Jesus hatte ein Herz für die Kranken und hat viele
geheilt, darunter waren sicher viele, deren Krankheit psychisch
bedingt war. Schon in den ersten Jahrhunderten, noch in der
Zeit der Verfolgung unterhielten Christen kleine Krankenhäuser.
Als im Mittelalter in den Städten die Kranken, vor die
psychisch Kranken niemanden fanden, der sich ihrer annahm,
waren es im Rheinland und in den Niederlanden die Beginen
und die Begarden, die eine Berufung
für diese Aufgabe erkannten. Sie schlossen sich in kleinen
Gruppen zusammen, richteten Hospize ein, bauten Kapellen
und wurden langsam zu einem Orden, der 1472 durch Papst Sixtus
IV. endgültig anerkannt wurde. Da die Begarden sich
den hl. Alexius als Patron wählten, heißen bis
heute Alexianer. Sie sind Krankenbrüder,
d.h. sie üben den Beruf der Krankenpflege innerhalb
einer Ordensgemeinschaft aus und verbinden den Pflegedienst
mit gemeinsamen Gebetszeiten und einer gemeinsamen Lebensordnung,
die sie aus der Augstinusregel entwickelt haben.
Alexianer
Orden
© kath.de |
|